Partnerschaft Kongo

Pädagogischer Bauernhof in der Demokratischen Republik Kongo

 

Neues Projekt der St. Dionysius Gemeinde in Bad Fallingbostel

Bunji ist ein kleines Dorf im Ostkongo, nicht weit entfernt von der Grenze zu Ruanda. Kriege um Rohstoffe und Stammeszugehörigkeiten bestimmen den Alltag. Besonders die Frauen und Mädchen sind immer wieder körperlich und seelisch die Opfer. Hoffnung macht nun das Projekt „Pädagogischer Bauernhof“. Witwen, junge Mütter, Waisenkinder, die ihre Geschwister und Großeltern versorgen, Aids-Kranke und Behinderte lernen, Gemüse anzubauen und es schonend zuzubereiten. Fachleute erklären, wie man Ziegen, Schweine, Hühner, Kaninchen und Bienen hält und züchtet. Was über den Eigenbedarf hinausgeht, wird auf dem Markt verkauft. Vom Erlös werden Micro-Kredite vergeben.
Ihr neu erworbenes Wissen werden die „Schülerinnen“ des „Pädagogischen Bauernhofes“ Freundinnen und Nachbarinnen weitervermitteln, sodass schnell ein immer größer werdender Personenkreis erreicht wird.
Seit fünfzehn Jahren unterstützt unsere Gemeinde die Arbeit des PPSSP http://www.tearfund.ch/nothilfe/nothilfe-ostkongo.html, einer Nicht-Regierungsorganisation, die sich vor allem der medizinischen Erstversorgung von Kriegsopfern annimmt. Mit ihrem Leiter, Mwaka Nasekwa, besteht enger Kontakt. 2009 konnte ein gebrauchter LKW finanziert werden.
Wir sind inzwischen eine Gruppe von 15 Personen, die ein paar Ideen entwickelt hat, wie der Pädagogische Bauernhof unterstützt werden kann. Sie sind herzlich eingeladen, bei uns mitzumachen. Termine geben wir hier auf unserer Homepage bekannt.

Die Aussaat schnell wachsender Pflanzen ist erfolgreich, ebenso die Schweinehaltung in provisorischen Ställen. Eine Ziege kostet umgerechnet ca. 50 Euro, ein Ferkel 36 Euro.

Beispielhaft ist Myriam. Sie ist 23, ihre vier Kinder gehen noch nicht zur Schule. Sie zeigt "ihr" Gemüse, das sie nach den Rezepten zubereiten wird, die sie im "pädagogischen Bauernhof" gelernt hat.

Geld und Trost spenden: unser Projekt Pädagogischer Bauernhof in Bunji

 Am 15.12.2014 haben wir zum dritten 950 € überwiesen. Die Kongo-Gruppe dankt allen herzlich, die diese Hilfe möglich machen. Erfolgreich war auch unsere Grußkarten- und Kalenderaktion. Sie brachte insgesamt 820 € ein. Margit Thurow-Sämann und Rudi Wiedenhöft überlegen schon ein Thema für Weihnachten 2015.
Die Situation in Bunji ist weiterhin besorgniserregend. In seiner Predigt zum 4. Advent verlas Pastor Schoppe eine E-Mail, in der von einem Massaker mit 250 Opfern in der Nähe von Bunji berichtet wurde. Die Mail endete mit den Worten: „Wir wissen nicht weiter. Bitte seid in euren Gebeten bei uns!“

Wir haben Muruhya, den Leiter des Pädagogischen Bauernhofs und Mwaka, den Verwaltungsdirektor der übergeordneten Hilfsorganisation PPSSP, gefragt, was wir noch für sie im fernen Bad Fallingbostel tun können. Im nächsten Gemeindebrief werden wir ausführlich über die Ergebnisse berichten.

Neben den laufenden Kosten, die wir mit unseren Geldspenden decken, wollen wir helfen, den Micro-Finanz-Grundstock zu erhöhen. Für viele Familien ist dieser zinsgünstige Kleinkredit der einzige Hoffnungsschimmer für ein einigermaßen menschenwürdiges Leben. Noch reicht das Geld nicht für alle Antragsteller:


Zu diesem Foto schreibt Muruhya: Das Bett der Armen ist fruchtbar. Diese Mutter mit ihren fünf Kindern – mit dem sechsten ist sie schwanger – kann sich nicht am Päd. Bauernhof ausbilden lassen und damit auch keinen Kleinkredit beantragen. Die Lage in ihrem Dorf und ihr Mann haben es ihr verboten. Ihre beiden großen Söhne mussten die Schule verlassen, um als Hirten etwas Geld zu verdienen.

 

Diese Familie hat sieben Kinder. Sie haben noch ein Baby aufgenommen, dessen Mutter bei der Geburt gestorben ist. Dank eines Kleinkredits meistern sie die schwierige Situation.