St. Dionysius in Zeiten der CORONA-Pandemie

Nachricht Bad Fallingbostel, St. Dionysius, 17. Mai 2020

Was läuft da noch in der Kirchengemeinde?

Unsere Birke an der Kirche wird zu einem Hoffnungsbaum

Außergewöhnliche Zeiten bedürfen außergewöhnlicher Maßnahmen. Wie lebt eine Gemeinde, wenn Sie keine Gottesdienste mehr feiern darf, das Gemeindehaus geschlossen bleibt, Besuche nur noch in Ausnahmefällen möglich sind? Die Chöre können sich nicht mehr treffen, der Konfirmandenunterricht kann nicht mehr stattfinden, selbst der Kirchenvorstand und die Ausschüsse kommen nicht mehr zusammen. Allen Gruppen ist der Zugang zu ihrem Treffpunkt verwehrt.

Wie lebt Gemeinde in solch einer Situation? Was läuft da noch in der St. Dionysius Kirchengemeinde in Bad Fallingbostel? Zunächst – mit dem Kirchenkreis haben wir das Internet und seine Möglichkeiten neu entdeckt.

Bereits seit Mitte März gibt es täglich Andachten aus den unterschiedlichen kirchlichen Einrichtungen des Kirchenkreises, die jeden Tag neu ab 10 Uhr abzurufen sind – am Sonntag auch Gottesdienste. Über unsere Internetseite www.kirche-fallingbostel.de haben Sie Zugang dazu. Diese Andachten sind auch in der Walsroder Zeitung nachzulesen. Außerdem werden sie in viele Seniorenheime im Bereich des Kirchenkreises gebracht. Diese Andachten sind nach und nach mit Kirchenführungen aus unseren Kirchen ergänzt worden.

Unsere Diakonin ist mit vielen Jugendlichen per Smartphone in Verbindung. Sitzungen werden durch Videokonferenzen ersetzt. Der Ostergruß ist dieses Mal über ein zentrales Banner an unserer Kirche gelaufen. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen sind über einen Osterbrief erreicht worden, Senioren bekommen einen Brief zwischen Ostern und Pfingsten.
Unsere Birke an der Kirche wird zu einem Hoffnungsbaum. Viele bunte Bänder mit guten Wünschen und Segenssprüchen machen Mut. Eine Botschaft aus bunten Steinen auf unserem Kirchenrasen ergänzt diese Aktion.

Seit der Woche nach Ostern ist unsere Kirche wieder geöffnet. Sonntags von 11-12 Uhr ist die Orgel zu hören, beten wir still und mit Worten, hören die biblischen Texte. Im Eingangsbereich können mutmachende Worte
mitgenommen, ausgetauscht oder ergänzt werden. Fürbitten können notiert werden. Außerdem wird viel telefoniert und viele Mails geschrieben. So manches Mal geht es dabei um die Auswirkungen der Pandemie.

In dieser Zeit ist alles anders. Nach dieser Zeit werden wir nicht mehr dieselben Menschen sein wie vorher. Gebe Gott, dass wir mit uns, mit unseren Mitmenschen, mit der Natur und mit Gott bewusster umgeben. Er schütze Sie!

Pastor Peter Gundlack