Die Kongo-Gruppe berichtet

Nachricht Bad Fallingbostel - Beni/Bunji, 19. August 2019

Wie geht es den 45 Schülerinnen und Schülern in der Provinz Nord-Kiwu der Demokratischen Republik Kongo, die wir unterstützen? 35 besuchen Schulen in Bunji/Beni und 10 in Nyirangongo/Goma. Und das trotz noch immer grassierender Ebola-Seuche und der unberechenbar immer wieder vorkommenden Überfälle marodierender Milizen! Mwaka schreibt, wie gut sie sich entwickeln, und wie dankbar die Familien sind. 10 weitere Kinder konnten wir mit Schuluniformen ausstatten.

Inzwischen ist Mwaka abgeordnet, die Bevölkerung aufzuklären über die Möglichkeiten der Ebola-Abwehr und der Impfung, denn es herrscht weitgehend Misstrauen den staatlichen Maßnahmen gegenüber, und verbreitet bestehen die absurdesten Vorstellungen, dass z.B. durch Impfung die Krankheit hervorgerufen würde.

Zwar hat der Anfang des Jahres neu gewählte Präsident Félix Tshisikedi versprochen, den Menschenrechten mehr Geltung zu verschaffen, aber in der Koalition mit dem geschickt agierenden alten Machthaber Kabila konnte er sich bisher kaum behaupten, obwohl die Menschen einige Hoffnung in ihn setzen.

So sind in Nord-Kiwu wieder etwa 300 000 Menschen auf der Flucht. Vornehmlich flieht die Landbevölkerung vor den Massakern in die Randgebiete großer Städte wie z.B. Goma, wo deshalb Mwaka ja mit dem Bau eines Kindergartens und einer Schule begonnen hat. Mit 5000,-€ haben wir den Baubeginn des Kindergartens vorfinanziert, und „Brot für die Welt“ hat jetzt weitere 9350,-€ bereitgestellt, die nach und nach – gemäß dem Baufortschritt des Kindergartens – abgerufen werden können. Zuverlässig erhalten wir Rechenschaftsbelege über alle Zuwendungen und Berichte über den Bau. (Das Foto entstammt einem dieser Berichte.).

Wir bedauern sehr, dass die Bedingungen Mwakas und seiner Frau für einen Besuch zu unserem Afrika-Sonntag (und anderer Freunde) so abweisend beschaffen sind, und dass die Chance so klein ist, Visa für Deutschland zu bekommen!

Es berührt uns, mit welcher Zuversicht Mwaka auf die Hilfe Gottes baut, dass das Gebäude eines Tages Klasse für Klasse fertig wird und Kinder (wie auch Erwachsene) dort die qualifizierte Bildung erwerben können, die das Land so dringend braucht, um entwickelt und unabhängig zu werden.

Für die Kongogruppe Waltraud Graner