Kalenderblatt vom 19. Januar 2019

Losung

Der HERR Zebaoth hat’s beschlossen – wer will’s wehren? Und seine Hand ist ausgereckt – wer will sie wenden?

Jesaja 14,27

Lehrtext

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?

Römer 8,31

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 07. Januar 2018 bis Samstag, 13. Januar 2018

Wochenspruch

Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt. (1. Joh 2, 8)

Feiertag

1. Sonntag nach Epiphanias

Erklärung

Was bleibt von und was folgt der Geburt im Stall von Bethlehem? Das Fest Epiphanias, zu Deutsch Erscheinung, und die folgenden Sonntage gehen dieser Frage nach. Sie gehören noch zum Weihnachtsfestkreis.
Gott wird sichtbar in Jesus über die Grenzen Israels hinaus, sowohl in dem neugeborenen Kind als auch im herangewachsenen Mann. Davon handeln die Texte in den Gottesdiensten der Epiphaniaszeit: Gelehrte aus fernen Landen kommen, um den „neugeborenen König anzubeten“; während der Taufe Jesu (Evangelium am 1. Sonntag nach Epiphanias) und auf einem Berg im Beisein der engsten Freunde (Evangelium am letzten Sonntag der Epiphaniaszeit) vermacht Gott seine Kraft an Jesus: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“; während einer Hochzeitsfeier in dem Dorf Kana setzt Jesus selbst das erste Zeichen dieser Kraft. 

Thema

Die Taufe Jesu

1. Kor 1, 26-31

26 Seht doch, Brüder und Schwestern, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme sind berufen.

27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist;

28 und was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist,

29 auf dass sich kein Mensch vor Gott rühme.

30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der für uns zur Weisheit wurde durch Gott und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung,

31 auf dass gilt, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

Andacht der Woche

In Gottes Haus ist viel Licht

Von den Schildbürgern wird erzählt, sie wollten ein Rathaus bauen. Es sollte der Stadt angemessen und repräsentativ sein. Gesagt, getan! - Voller Stolz stehen sie dann davor. Doch als sie es betreten, ist es innen stickig und dunkel. Denn beim Bau ihres Rathauses hatten die Schildbürger etwas vergessen - nämlich Fenster! Und zwar nicht nur ein oder zwei Fenster oder ein paar Fenster, sondern alle Fenster. Stockdunkel ist es im schönen neuen Rathaus. Und stickig.

Hilflos sind die Versuche der Schildbürger Licht und Luft in ihr neues Rathaus zu bringen. Sie versuchen, die Sonne und das Licht auf unterschiedlichste Weise ins Rathaus zu bringen: Sie stellen sich in die Sonne und laden das Licht in Säcke, Kessel und Zuber und sogar auf Heukabeln! Vergeblich. Im dunklen Rathaus angekommen, sind die Transportbehälter leer. Die Moral dieser unterhaltsamen und doch zugleich zutiefst tiefgründigen Geschichte: Wer undurchdringliche Mauern hochzieht, sperrt den Himmel aus. Ein Drohszenario. So soll doch unsere Leben nicht sein. So möchten wir das „Welthaus“ nicht gestalten. 

Wie ein Kontrapunkt zu diesem finsteren Haus ohne Licht ist das Epiphaniasfest am 6. Januar. Das griechische Wort „Epiphanias“ heißt übersetzt "aufleuchten": „Lichtdurchflutet“ sollen wir durch die kommenden Wochen gehen. Dabei erinnert das Epiphaniasfest an die stärker werdende Kraft der Sonne im Januar und macht sie zu einem Bild für Jesus Christus. Wir feiern sein „Erscheinen“ und sein Kommen in dunkler Zeit. Nach seiner Geburt am Weihnachtsfest nimmt seine Kraft zu. Er wird zum Licht der Welt.

Er leuchtet auch uns auf unserem Weg, wenn wir in diesen Tagen ein neues Haus mit der Hausnummer „2018“ betreten. Wer nur Mauern baut, wird im Dunkeln stehen und wer keine Fenster vorhält, kann bald nicht mehr atmen. Das Epiphaniasfest ist ein starkes Gegenbild zu dieser Enge und Dunkelheit. In Gottes Haus öffnen sich Räume, die kunstvoll aus Glaube, Hoffnung und Liebe gebaut sind.

Der Glaube ist das Fundament, auf dem alles steht.

Die Hoffnung ist das Fenster zum Himmel.

Und die Liebe? Sie ist die Tür zum Nächsten.

Treten wir ein in die weiten Räume, die Gott am Epiphaniasfest für uns öffnet. Lassen wir Gottes Licht leuchten unter uns.

 

Jan von Lingen, Pastor

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen Losungen

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O lieber Herre Jesu Christ (EG 68) und Du höchstes Licht, ewiger Schein (EG 441)

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